Enuresis bei Kindern – Was steckt dahinter?


Enuresis Nocturna, Diurna, primäre und sekundäre Form… Uff! Bei all diesen Fachbegriffen verliert man schnell die Orientierung.

Darum liefern wir in den folgenden Abschnitten einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen einer Enuresis.

Was bedeutet Enuresis, was dahinter steckt und verschiedene Arten der Enuresis. Kind schläft im Bett.

Symptome und Bedeutung


Enuresis ist der wissenschaftliche Begriff und damit schlicht ein anderes Wort für das Bettnässen. Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene können davon betroffen sein.

Bei Kleinkindern sind trockene Nächte noch nicht der Regelfall. In den meisten Fällen ist das aber kein Grund zur Sorge. Im Laufe des fünften Lebensjahres haben die meisten Menschen jedoch gelernt, ihre Blase bewusst und unbewusst zu kontrollieren. Tritt das Einnässen auch danach noch regelmäßig auf, handelt es sich meist um eine Enuresis.

Folgende Kriterien weisen darauf hin, dass eine Enuresis vorliegt:

  • Das Kind hat das vierte Lebensjahr vollendet

  • Das Einnässen passiert mindestens zweimal pro Monat

  • Körperliche Ursachen oder Grunderkrankungen sind ausgeschlossen


Enuresis Nocturna und Enuresis Diurna


Auf den ersten Blick betrachtet ist das Fachwort Enuresis lediglich ein Synonym für das Bettnässen. Tatsächlich steckt aber noch viel mehr hinter dem Begriff:

Die Enuresis Nocturna liegt dann vor, wenn das Kind überwiegend in der Nacht einnässt. Der Schreck am Morgen wird so schnell zur Belastung – ebenso wie das Fehlen eines ruhigen und gesunden Schlafs. Betroffene Eltern berichten oft, ihr Kind schlafe ausgesprochen tief und wache selbst durch ein nasses Bett nicht auf. Doch das ist ein Trugschluss: Tatsächlich weisen bettnässende Kinder und Jugendliche verkürzte REM-Phasen auf. Diese sind unerlässlich für die Regeneration des Gehirns, insbesondere die Gedächtnisfunktion.

Das Gegenstück dazu bildet die Enuresis Diurna. Sie tritt auf, wenn Kinder hauptsächlich tagsüber unter einer schwachen Blase leiden. Oft sind sie ins Spielen vertieft und nehmen nicht wahr, dass sie zur Toilette müssen. In anderen Fällen nässen Kinder aufgrund eines Konflikts mit den Eltern oder ihren Freunden ein. Auch ausgelassenes Lachen kann der Auslöser für ein solches Missgeschick sein.

Die Ursachen sind vielfältig: Einige Kinder halten den Urin absichtlich zurück. Der Grund dafür ist in den meisten Fällen eine verhaltensbedingte Störung. Andere Betroffene leiden an einem unterbrochenen Harnfluss oder einer Harnwegsinfektion.

Beide Formen der Enuresis zeigen nicht selten begleitende Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten können:

  • Eine passive und abweisende Haltung zum Thema

  • Depressionen

  • Hyperaktivität


Treten beide Varianten der Enuresis gemeinsam auf, ist es besonders wichtig, die exakten Hintergründe herauszufinden. In diesem Fall ist ein gemeinsamer Besuch beim Kinderarzt von großer Bedeutung. Die körperliche Untersuchung bringt Eltern und Kind auch auf lange Sicht Klarheit.


Die primäre und sekundäre Enuresis


Nicht nur die Tageszeit ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die Diagnose einer Enuresis bei Kindern geht. Für die weitere Behandlung spielt vor allem auch der Zeitraum der Erkrankung eine wichtige Rolle. Hier unterscheiden Fachleute zwischen zwei verschiedenen Formen:

Die häufigste Variante ist die primäre Enuresis. In diesem Fall nässt das betroffene Kind bereits seit der Geburt ein und war noch nie länger als sechs Monate trocken. Verantwortlich hierfür kann das zentrale Nervensystem sein. Ist dies noch nicht vollständig entwickelt, kommt es zu einem lückenhaften Austausch zwischen Blase und Gehirn. Kinder merken dementsprechend erst zu spät, dass ihre Blase gefüllt ist.

Die sekundäre Form der Enuresis betrifft hauptsächlich ältere Kinder, die die Kontrolle über ihre Blase eigentlich schon beherrschen. Psychische Probleme oder emotionale Belastungen können jedoch für einen Rückfall sorgen und das Bettnässen erneut hervorrufen.

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